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Referenzen / Handwerkzeug

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Weitere Referenzen und Empfehlungen sende ich Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Rasentracktor (Sichelmäher)

Rasenmäher

Ein Rasenmäher ist ein Gartengerät zum Mähen eines Rasens. Dabei werden unterschieden:

 

Spindelmäher mit exaktem Schnitt aber niedriger Flächenleistung

Balkenmäher mit exaktem Schnitt und mittlerer Flächenleistung sowie

Sichelmäher mit ungenauem Schnitt aber hoher Flächenleistung

 

Technik

Je nach Anordnung der Messer unterscheidet man

 

Spindelmäher: An einer rotierenden Spindel angeordnete Obermesser schneiden das Gras gegen ein feststehendes Untermesser (Scherenprinzip). Spindelmäher werden überall dort eingesetzt, wo es auf eine hohe Schnittqualität (z. B. Sportplätze) ankommt.

Sichelmäher: Horizontal angeordnete Messer rotieren mit hoher Geschwindigkeit und schlagen dadurch das Gras ab. Der Großteil der handgeführten Rasenmäher sind Sichelmäher, zum Teil mit zwei Messern übereinander angeordnet. Die schneidenden Elemente können angeschraubte Messer sein oder auch angeschliffene Messerbalken. In der Landwirtschaft eingesetzte große Exemplare mit beweglichen Messern heißen Kreiselmäher.

Balkenmäher: Auf einem Balken sitzen eine Reihe feststehender, fingerförmiger Untermesser, darüber wird eine Leiste mit dreieckigen Obermessern hin- und herbewegt. Der Aufbau entspricht in etwa einer einseitig schneidenden Motorheckenschere oder einer stark vergrößerten Haarschneidemaschine. Balkenmäher arbeiten nach dem Scherenprinzip und haben in etwa die gleichen Vor- und Nachteile wie Spindelmäher.

Nach Art des Antriebs werden Rasenmäher in folgende Kategorien eingeteilt:

 

Handmäher, meist als Spindelmäher ausgeführt,

Elektromäher (Kabel oder Akku),

Benzinmäher mit Zwei- oder Viertakt-Ottomotor,

Rasentraktoren mit Frontmotor wie bei einem Traktor,

Aufsitzmäher mit dem Motor hinter dem Fahrer.

Benzin- und Elektromäher werden nochmals unterteilt in Geräte

 

ohne Radantrieb,

mit Radantrieb,

mit Elektrostart (nur Benzinmäher).

Eine Sonderform stellen Luftkissenmäher dar. Diese sind so geformt, dass der Rasenmäher auf einem Luftkissen schwebt und nicht auf Rollen geschoben werden muss. Sie sind dadurch extrem wendig, haben aber den Nachteil, dass die Grashalme zu Boden gedrückt werden.

 

Besonderen Komfort versprechen Mähroboter, die eine Fläche selbstständig ganz ohne menschliche Führung mähen. Seine Energie bezieht er aus einem Akku, der von Solarzellen gespeist werden kann. Eingebaute Sensoren reagieren auf eventuell auftauchende Hindernisse.

 

Mulchmäher häckseln das Mähgut klein und lassen es als Mulch auf der Rasenfläche liegen, dort verrottet es und dient als Rasendünger.

 

Für kleinere, schwer zugängliche Stellen wird häufig ein Rasentrimmer eingesetzt. Das Gras wird hierbei durch einen oder mehrere Kunststofffäden abgeschlagen, die auf einer schnell rotierenden motorangetriebenen Spule aufgewickelt sind.

 

Für höher gewachsenes Gras eignen sich besser Hand- oder Motorsensen (Prinzip wie Rasentrimmer, aber sternförmiges Metallschneidblatt statt Kunststofffäden und stärkerer Motor), sowie der an einen Einachsschlepper (Balkenmäher) bzw. einen Traktor angebaute Mähbalken.

 

Mäher mit Sitzgelegenheit heißen Aufsitzmäher oder Rasentraktor.

 

Die Ränder von Rasenflächen werden manchmal auch mit dem Rasenkantenschneider bearbeitet, der nach dem Prinzip eines (ca. 10–15 cm schmalen) Mähbalkens funktioniert.

Rasentracktor (Sichelmäher)

Heckenschere

Eine Heckenschere ist ein Gartengerät und dient dazu, eine Hecke zu stutzen oder Gebüsch und feststängelige Pflanzen (Rosen u. ä.) zurückzuschneiden. Heckenscheren werden als Handheckenschere oder motorangetrieben (Benzin- oder Elektromotor) hergestellt. Motorisierte Heckenscheren haben nur wenig mit einer „gewöhnlichen“ Schere gemein. Sie besitzt ein 40 bis 70 cm langes Schwert, ähnlich einem beidseitig schneidenden Mähbalken, ähnlich auch dem Schwert eines Sägerochens. An einer feststehenden Leiste sind rechts und links jeweils eine Reihe feststehender Messer befestigt, deren Abstand (ca. 1,5-3,4 cm) dem maximal zu schneidenden Astdurchmesser entspricht. Darüber wird ein zweiter, ebenfalls mit Messern besetzter Balken hin und her bewegt, so dass die Messer dieses Balkens mit dem Feststehenden eine lange Reihe einzelner Scheren bilden. Hierdurch kürzen die Schneiden die Hecke sehr präzise.

Motorsense

Eine Motorsense, in leistungsstärkerer Ausführung meist Freischneider genannt, ist ein motorangetriebenes Gerät zum Mähen von Gras, krautigen Pflanzen oder holzigem Gestrüpp. Leistungsstärkere Geräte können bei Ausrüstung mit einem Kreissägeblatt auch zum Abschneiden von kleineren Gehölzen bis etwa sieben Zentimeter Stammdurchmesser, etwa bei Durchforstungsarbeiten, eingesetzt werden. Der Einsatz zum Mähen erfolgt im gewerblichen Einsatz aufgrund der vergleichsweise geringen Flächenleistung vorzugsweise dort, wo aufgrund Hanglage, schlechter Zugänglichkeit, Enge bzw. Hindernissen oder mangelnder Bodentragfähigkeit größere Geräte wie Balkenmäher oder Mulcher nicht eingesetzt werden können. Als Antrieb dienen bei leistungsschwächeren Motorsensen teilweise Elektromotore, im übrigen aber gewichtssparend konstruierte Zwei- oder Viertakt-Benzinmotore bis etwa 4 kW Leistung.

 

Funktion und Aufbau

Das Funktionsprinzip ist bei Motorsense und Freischneider gleich: Mittels einer Welle wird vom Motor, teilweise über ein Getriebe, ein schnellrotierendes Schneidwerkzeug angetrieben, welches das zu mähende Gut im sogenannten Freischnittverfahren ohne Gegenschneide schneidet. Als Schneidwerkzeuge sind verschiedene Systeme gebräuchlich, entweder ein oder mehrere an einem Fadenkopf montierte robuste Fäden aus Nylon, Scheiben mit Kunststoffflügeln als Messer oder stählerne Messerscheiben bzw. Kreissägeblätter. An leistungsschwächeren Motorsensen findet sich in der Regel nur ein Fadenkopf als Schneidwerkzeug.

 

Der Motor sitzt bei kleinen, leistungsschwächeren Geräten unmittelbar über dem Mähkopf, bei leistungsstärkeren Geräten jedoch in der Regel als Ausgleichsgewicht am oberen Ende des Sensenstiels. Kleinere Geräte werden an einer Griffkonstruktion gehalten, größere Geräte haben zusätzlich einen Trageriemen oder ein Tragegeschirr zum Umhängen. Es sind auch Geräte verfügbar, bei denen der Motor auf einer vom Geräteführer zu tragenden Kraxe montiert ist und der Schneidkopf über eine teilweise biegsame Welle angetrieben wird.

 

Fadenkopf

Die in einem Fadenkopf befestigten Fadenstücke oder auf einer Spule aufgerollten Fäden werden im Betrieb durch die Fliehkraft gespannt und schlagen die Grashalme ab. Sie haben den Vorteil, sich an Hindernisse (Steine, Mauern, Bäume) anzupassen; empfindliche Baumrinden oder Wände werden dadurch bei versehentlicher Berührung weniger stark geschädigt, man kann dicht bis an das Objekt heran mähen.

 

Die Fäden sind – im Gegensatz zu den Messerscheiben – sehr einfach zu ersetzen: ist das Ende des Fadens verschlissen, wird entweder ein neues Stück eingesetzt oder der Faden einfach weiter aus der im Fadenkopf befindlichen Spule herausgezogen. Bei vielen Motorsensen wird das Nachziehen des Fadens durch einen halbautomatischen Mechanismus erleichtert. Man klopft den Mähkopf auf den Boden und gibt dabei leicht Gas. Durch das Klopfen auf den Boden wird ein großer Knopf eingedrückt, der den Faden freigibt, so dass ein weiteres Stück des aufgespulten Fadens durch die Fliehkraft aus dem Kopf gezogen wird.

 

 

Laubbläser

Leistungsstarke und effiziente Geräte zur gründlichen Beseitigung von Blättern, Zweigen und Abfall im allgemeinen von jeder Oberfläche. Das handgetragene Modell wird für den privaten Gebrauch empfohlen, während das leistungsstarke rückengetragene Modell auch auf ausgedehnten Flächen auf dem Land oder in der Stadt einsetzbar ist. Geringes Gewicht, einfacher Gebrauch und geräuscharmer Betrieb machen aus diesen Maschinen wertvolle und zuverlässige Arbeitshelfer.

Vielfachmessgerät / Digital-Multimeter

Digitalmultimeter
Bei Digitalmultimetern wird das Signal elektronisch mit einem Analog-Digital-Umsetzer aufgenommen und der gemessene Wert als numerischer Wert angezeigt. Die Messbereiche erstrecken sich in der Regel von 200 mV bis 1000 V und von 20 µA bis 20 A. Digitale Multimeter weisen bei der Spannungsmessung meist einen hohen Innenwiderstand von 1 bis 20 MΩ auf, Standard ist 10 MΩ. Die relative Fehlergrenze ist je nach Messbereich meist kleiner als 1 %, in den Gleichspannungsbereichen liegt sie bei hochwertigeren Geräten in der Regel unter 0,2 %.

Die Messung von Strom wird durch Messung der Spannung an umschaltbaren Shuntwiderständen durchgeführt. Die Messung von Widerständen wird auf die Messung von Spannung aufgrund einer umschaltbaren Konstantstromquelle zurückgeführt.

Vorteile von Digitalmultimetern sind der relativ einfache mechanische Aufbau und in Massenfertigung produzierbare elektronische Bauteile, wodurch sie schon relativ preiswert erhältlich sind, meist billiger als ein gutes Analoggerät. Die Bedienung ist durch die Einblendung der Maßeinheiten im Display sowie durch die Vermeidung mehrerer Skalen sehr einfach. Ferner besitzen manche Digitalgeräte Schutzschaltungen gegen Überlast und Verpolung. Komfortable Geräte können den Spannungsmessbereich automatisch wählen. Auch Stöße und Stürze können ihnen wenig anhaben, da keine empfindliche Mechanik beschädigt werden kann.

Bedingt durch die interne Elektronik zur Signalverarbeitung und Anzeige auf dem Display sind Digitalmultimeter immer auf eine Versorgung aus einer Batterie, Netzgerät oder Solarzelle angewiesen.

Einige Geräte weisen auch Messmöglichkeiten für Frequenzen, Kapazitäten, Induktivitäten sowie Transistor- und Diodeneigenschaften auf. Mittels eingebauter oder externer Sensoren sind mit manchen Geräten auch Luftfeuchtigkeits-, Schall- oder Temperaturmessungen möglich. Auch ein akustischer Durchgangsprüfer ist bei fast allen Digitalgeräten eingebaut.


Amperemeterzange

Ampermeterzange

Strommessung / Strom messen

Messen des elektrischen Stromes
Das Strommessgerät wird immer in Reihe zum Verbraucher angeschlossen. Dazu muss die Leitung des Stromkreises aufgetrennt werden, um das Messgerät in den Stromkreis einfügen zu können. Während der Messung muss der Strom durch das Messgerät fließen.
Der Innenwiderstand des Messgeräts sollte möglichst niederohmig sein, um den Stromkreis nicht zu beeinflussen. Ideal wäre ein Innenwiderstand von 0 Ohm.

Beim Messen mit einem Strommessgerät sind folgende Hinweise zu beachten: Auf die Stromart muss geachtet werden. Also, ob Wechsel- oder Gleichstrom (AC/DC) durch die Schaltung fließt. Bei Gleichstrom ist auf die Polarität zu achten. Der Messbereich sollte anfangs möglichst groß gewählt werden, um keine Zeigerwickelmaschine zu erzeugen. Das kann dann passieren, wenn der Ausschlag des Zeigers über die Skala hinaus geht. Der Zeiger wird sich nicht aufwickeln, aber er könnte sich durch die Wucht des Ausschlags verbiegen. Die nachfolgenden Messungen wären dann ungenau.

Vor der Strommessung sind folgende Hinweise zu beachten:

  • Die richtige Stromart muss ausgewählt werden (AC/DC).
  • Bei Gleichstrom (DC) muss die Polarität beachtet werden.
  • Der richtige Messbereich muss eingestellt werden.
  • Bei einem unbekannten Messwert muss der größte Messbereich eingestellt und langsam in die niedrigeren Messbereich geschaltet werden.
  • Der Stromkreis muss aufgetrennt werden.
  • Der Strommesser muss in Reihe zu den stromführenden Bauteilen geschaltet werden.
  • Der Messbereich muss möglichst so eingestellt werden, dass der Zeigerausschlag im letzten Drittel abgelesen werden kann.

Praxis-Tipp: Indirekte Strommessung

Formel
Ist der Stromkreis nur schwer zugänglich oder darf nicht aufgetrennt werden, so ist die Spannung an einem bekannten Widerstand im Stromkreis zu messen. Danach kann mit Hilfe des Ohmschen Gesetzes der Strom berechnet werden.

Laubsauger

Elektrischer Laubsauger

Detailaufnahme
Ein Laubsauger ist, analog zum Staubsauger, ein elektrisches, bzw. mit Verbrennungsmotor betriebenes Gartengerät zum Aufsaugen von Laub. In Deutschland ist er seit dem Ende der 1990er Jahre verbreitet.

Im Gegensatz zu anderen Maschinen gelten für diese Geräte formal keine Emissionsgrenzwerte für Lärm, hingegen uneingeschränkt für Abgase.[1][2][3]. Dennoch muss die Rasenmäherverordnung als sinnfällig berücksichtigt werden. In den USA sind diese Geräte wegen der Lärmentfaltung in einigen Gemeinden seit den 1970er Jahren verboten.

Funktionsweise
Das aufgesaugte Laub wird in einem Behälter gesammelt. Viele Geräte zerkleinern auch gleichzeitig das Laub, so dass man bei gleichem Volumen die 10-fache Menge Laub mit einer Behälterfüllung entsorgen kann.

Die Stärke von Laubsaugern liegt in der Vervielfachung der Arbeitsleistung, was eine Reduzierung der Personalkosten erlaubt.

Abisolierzange

Abisolierzange

Eine Abisolierzange ist ein Werkzeug, welches das Abisolieren von Kabeln vereinfacht. Ziel des Abisolierens ist es, die meist aus Plastik oder Gummi bestehende Isolation vom elektrischen Leiter in Form von Draht oder Litze so zu trennen, dass dieser nicht beschädigt wird.

Sorgfältiges Arbeiten
Schon kleine Beschädigungen (Kerbungen) können die Qualität oder Betriebssicherheit elektrischer Verbindungen negativ beeinflussen. Besonders bei Litze aus vielen einzelnen Drähten muss vermieden werden, dass ein Teil der Drähtchen beim Abisolieren abgetrennt wird.

Viele Elektroinstallateure führen das Abisolieren mittels eines Seitenschneiders oder Messers aus, das erfordert große Sorgfalt und Erfahrung.

Zur Entfernung von Kabelmänteln werden Abmantler eingesetzt.

Schweißgerät

Schweißgerät

Ein Schweißgerät ist eine Maschine, um Gegenstände durch Wärmeeinwirkung stoffschlüssig zu fügen, ein Bauteil zu beschichten oder um einen festen homogenen Gegenstand in mehrere Einzelteile zu zerlegen. Neben der Wärmeeinbringung übt das Schweißgerät in vielen Fällen auch Kraft, manchmal auch mit einem bestimmten Bewegungsablauf verbunden, auf die zu verschweißenden Bauteile aus.

Die Technik des Schweißens wird vor allem bei Metallen und Kunststoffen angewandt, wobei verschiedene Verfahren der Wärmeerzeugung zum Einsatz kommen.

Lichtbogenschweißen

Beim Lichtbogenschweißgerät wird die benötigte Wärme durch elektrischen Strom in einem Lichtbogen erzeugt.

MIG/MAG-Schweißgerät Beim Metall-Aktivgas-Verfahren, kurz MAG-Verfahren, entsteht zwischen einer von der Maschine zugeführter Drahtelektrode und einem Werkstück ein Lichtbogen. Um das Stromkontaktrohr wird Schutzgas über die Gasdüse zugeführt, um die Schmelze vor den negativen Einflüssen der Luftatmosphäre zu schützen. Als aktive Bestandteile des Schutzgases zum Argon werden Sauerstoff und CO2 verwendet. Das Mischungsverhältnis Argon zu aktiven Gasen, hier vor allem CO2, bestimmt die Form und Tiefe des Einbrandes und den Tropfenübergang des Zusatzes. Auch hochlegierte CrNi-Stähle können MAG geschweißt werden. Wird hier CO2 als Aktivgas verwendet, so ist der Anteil auf maximal 5% CO2 zu begrenzen, um die Aufnahme von Kohlenstoff in die Schmelze zu vermeiden. Die Folge wäre Korrosion.

Das Metall-Inertgas-Verfahren, kurz MIG-Verfahren, funktioniert ähnlich wie das MAG-Verfahren, allerdings nimmt das Schutzgas nicht aktiv am Schweißprozess teil, sondern dient nur als Schutz vor Oxidation. Das MIG-Verfahren wird hauptsächlich bei hochlegierten Stählen (CrNi-Stählen) und NE-Metallen eingesetzt. Als Schutzgas werden Argon oder Argon-Helium-Gemische verwendet. Das MIG-Schweißen wird ebenso bei niedrig legierten Stählen eingesetzt. Die hierfür benötigte Stromquelle muss verschiedenen Anforderungen entsprechen. Als ideal hat sich eine Kennlinienschar mit leicht fallendem Spannungsverlauf erwiesen (2-4 Volt fallend pro 100 Ampere). Bei einem minimalen Schweißstrom von 60-70 Ampere ist eine Spannung von ca. 16 Volt zugeordnet. Um ein spritzerarmes Schweißen zu erzielen (spritzerfrei ist nahezu unmöglich) muss die Stromqelle eine bestimmte Kreisinduktivität aufweisen. Die hierzu meist eingesetzten Drosseln haben eine zweifache Wirkung im Kurzlichtbogenbereich (ca. 60-200 Ampere) begrenzt sie 1. den Strom beim züglichen Kontakt zwischen Drahtelektrode und Werkstück. 2. speichert sie Energie für die nachfolgende Lichtbogenphase. Dieser Vorgang wiederholt sich je nach Einstellung 30-80 mal pro Sekunde. Der zweite Bereich (Sprühlichtbogen ab ca. 250 Ampere) gibt es keine mechanische Berührung zwischen Drahtelektrode u. Werkstück (außer beim START).

WIG-Schweißgerät Beim Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG-Schweißen) brennt der Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück in einer inerten Schutzgasatmosphäre. Als Schutzgase werden Argon, Helium, Wasserstoff und deren Gemische verwendet.

Schlagbohrmaschine

Schlagbohrmschine

Eine Schlagbohrmaschine ist eine Bohrmaschine, die neben der normalen Drehbewegung auch eine vibrationsähnliche Bewegung in axialer Richtung ausführen kann. Diese Bewegung kann auch ausgeschaltet werden, um die Maschine zum Bohren in Holz, Metall etc. verwenden zu können.

Die Schlagbohrmaschine wird verwendet, um besonders feste Materialien wie Beton oder Naturwerkstein zu durchbohren. Der Schlag wird mechanisch erzeugt. An der Antriebsachse befindet sich eine schrägverzahnte Scheibe aus hochfestem Material. Die gleiche Scheibe befindet sich im Gehäusekörper der Maschine vor dem Lager.

Dreht sich die Welle, drückt sie die gesamte Maschine nach hinten, bis die Kanten der Zahnscheiben übereinander rutschen. Dann schlägt die Maschine mit ihrem gesamten Gewicht nach vorne, der Impuls wird auf das Bohrfutter, und schließlich auf den Bohrer übertragen. Da diese vom Anpressdruck des Maschinenbedieners abhängige Impulsenergie sehr gering ist, haben Schlagbohrmaschinen eine entsprechend hohe Schlagfrequenz.

Wegen der starken Geräuschentwicklung beim Schlagbohren ist zur Verwendung von Gehörschutz zu raten.

Schlagbohrmaschinen werden mit Leistungen von ca. 400 bis zu ca. 1500 Watt hergestellt. Moderne Maschinen haben eine stufenlose Drehzahlregelung sowie Rechts- Linkslauf. Die früher gebräuchlichen Bohrfutter mit Schlüssel werden heute weitgehend durch so genannte Schnellspannbohrfutter ersetzt, die einen werkzeuglosen Bohrerwechsel ermöglichen.

Eine deutlich höhere Schlagenergie bei entsprechend niedrigerer Schlagzahl erreicht der elektropneumatische Bohrhammer. Seine Funktionsweise unterscheidet sich jedoch grundlegend von jener der Schlagbohrmaschine. Beim Bohrhammer wird die Schlagenergie durch einen pneumatisch bewegten Metallkörper erzeugt.

Schraubendreher

Schraubendreher

Unter einem Schraubendreher, meist Schraubenzieher genannt, versteht man ein Werkzeug zum Schrauben, Festziehen und Lösen von Schrauben mit bestimmten „Kopfformen“ (Mitnahmeprofil).

Aufbau und Anwendung

Ein Hand-Schraubendreher besteht aus Klinge und Griff.

Den Schraubendreher benutzte man schon seit Ende des 17. Jahrhunderts, obwohl die Eisenschraube erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Erfindung der Werkzeugmaschine an Bedeutung gewann. Bis dahin war die Schraubenherstellung sehr mühsam, weil das Gewinde von Hand hineingefeilt werden musste.

Die Klingenspitze ist für eines der unterschiedlichen Schraubenkopf-Mitnahmeprofile entsprechend ausgeformt, beispielsweise:

Schlitzschraubendreher für einfache Längs- oder Flachschlitzschrauben (Kennzeichen SL)
Kreuzschlitzschraubendreher für herstellerspezifische Kreuzschlitzschrauben. Die Firma Phillips-Screw, nicht zu verwechseln mit dem Elektronikkonzern Philips, brachte zwei unterschiedliche Typen auf den Markt:
Phillips-Kreuzschlitz (Kennzeichen PH)
Pozidriv-Kreuzschlitz (Kreuzschlitz mit kleinen Zähnen zwischen den Kreuzarmen; Kennzeichen PZ)
Sechskantschraubendreher für Schrauben mit Außen- (vergl. Steckschlüssel) oder Innensechskantkopf (Inbus)
Torx-Schraubendreher in Form eines sechsstrahligen Sterns (Sechsrundprofil, Kennzeichen TX).
Es gibt unterschiedliche Arten der Befestigung von Klinge und Griff, unter anderem auch durch den Griff verlaufende Klingen. Auf diese kann man auch mit einem Hammer schlagen, um z. B. festsitzende Schrauben zu lösen. Isolierte Schraubendreher haben eine Isolierung bis zur Klinge, so dass die Gefahr eines Stromschlags reduziert ist. Speziell für den Einsatz in der Elektroinstallation gibt es Schraubendreher, die für Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen explizit zugelassen sind. Manche Schraubendreher haben eine magnetische Klinge, die ein Herabfallen der losen Schraube verhindert oder eine mechanische Vorrichtung für den gleichen Zweck.

Vor allem für elektrisch und pneumatisch angetriebene Schraubendreher (z. B. Akkuschrauber) verwendet man kurze, austauschbare Schraubendrehereinsätze (Bits), die die notwendige Form und Größe für die entsprechende Schraube haben.

Sonderformen des Schraubendrehers sind manchmal mit anderen Funktionen kombiniert; beispielsweise gibt es Phasenprüfer mit Schraubendreherklinge und Schlitzschraubendreher, mit denen man auch meißeln kann. Es gibt auch Drehmoment-Meßschraubendreher mit auswechselbarer Klinge, die in der Qualitätssicherung oder industriellen Produktion eingesetzt werden.

Spannungsprüfer

Spannungsprüfer

Ein Spannungsprüfer ist ein elektrisches Prüfmittel um das Vorhandensein, bei manchen Spannungsprüfgeräten zusätzlich die Höhe, von Wechsel- oder Gleichspannung an betriebsmässig spannungsführenden Teilen festzustellen. Es wird zwischen Spannungsprüfgeräten für den Einsatz im Bereich Niederspannung, dies sind elektrische Wechselspannungen unter 1 kV, und in dem darüber liegenden Bereich der Hochspannung unterschieden.

Niederspannung

Spannungsprüfer für Niederspannung sind in den Normen EN 61243-3 / VDE 0682 Teil 401 festgelegt und sind zweipolig ausgeführt. Spannungsprüfer werden in Niederspannungsnetzen und bei Elektroinstallationen bis 1000 V zum schnellen, sicheren Prüfen eingesetzt. Der genaue Nennspannungsbereich, in dem der Prüfer eingesetzt werden darf, hängt vom Spannungsprüfer ab und ist auf dem Gerät vermerkt, beispielsweise 12–690 V. Im Gegensatz zu Phasenprüfern liefern Spannungsprüfer sichere Prüfergebnisse. Sie sind im Vergleich zu Multimetern leichter zu bedienen, bieten allerdings nicht deren Möglichkeiten bzw. Genauigkeit.

Aufbau

Spannungsprüfer im Niederspannungsbereich bestehen aus einer Anzeigeeinheit (zum Beispiel Messwerk mit Skala) und zwei Prüfelektroden. Eine der Prüfelektroden ist in das Gehäuse der Anzeigeeinheit integriert, die zweite ist fest über eine Leitung mit Griff angeschlossen. Zum Schutz des Spannungsprüfers und der prüfenden Person sind im Gerät mehrere Vorwiderstände, welche den Prüfstrom begrenzen und die Spannung bis zum eigentlichem Messsystem auf wenige Volt herunter teilen.

Zur Messung werden mit den Prüfelektroden zwei unterschiedliche Potentiale (zum Beispiel zwei Leitungen) kontaktiert. Die Anzeige der Spannung erfolgt je nach Spannungsprüfer über einen Zeiger, LEDs oder eine Digitalanzeige. Diese zweipolige Prüfung ist erdungsunabhängig und gibt ein sicheres Prüfergebnis, des Weiteren können so auch Spannungen zwischen verschiedenen Außenleitern im dreiphasigem Drehspannungsnetz (TN-S-Netz) geprüft werden.

Elektro-Vertikutierer

Vertikutieren

Unter Vertikutieren versteht man das Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche, um Mulch (altes Schnittgut) und Moos zu entfernen und die Belüftung des Bodens zu fördern. Der ursprünglich englische Ausdruck ist aus den Wörtern vertical (vertikal, senkrecht) und to cut (schneiden) zusammengesetzt.

Das Verfahren wurde 1955 von Thomas Mascaro entwickelt, der bereits 1946 das mit dem Vertikutieren verwandte Aerifizieren erfunden hatte. Die Geräte kann man im Mascaro-Steiniger Turfgrass Museum der Penn State University (USA) betrachten.

Ein Vertikutiergang ist im Frühjahr zwischen Mitte April und Anfang Mai zu empfehlen, da der Rasen nach dieser Zeit sehr regenerationsfähig ist. Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen gemäht werden, und nach dem Vertikutieren ist meist eine Düngung zu empfehlen. Bei lückiger Grasnarbe ist gegebenenfalls eine Nachsaat sinnvoll. Die Wetterlage spielt beim Vertikutieren ebenfalls eine Rolle, so sollte bei warmem Wetter und in Hitzeperioden nicht vertikutiert werden. In regenlosen Sommern sollte daher auch auf ein zweites Vertikutieren Ende August bis September verzichtet werden. In sehr regenreichen Sommern kann der Rasen auch im Spätsommer vertikutiert werden, hierbei reicht oftmals ein weniger intensives Arbeiten, während man im Frühjahr problemlos etwas stärker vertikutieren kann. Wichtig ist im Frühjahr, dass man zwar den Erdboden ankratzt, aber die Wurzeln nicht gänzlich entfernt.

Das zugehörige Gartengerät ist der Vertikutierer. Er schneidet mit einem rotierenden Federstahlmesser oder Federn senkrecht in den Boden. Das Vertikutiergut (Moos, abgestorbene Gräser usw.) wird hinter dem Gerät abgelegt oder im Fangsack aufgesammelt. Angetrieben wird die Welle in der Regel von einem Elektromotor, bei größeren Modellen mit einem Ottomotor. Die Schnitttiefe kann entweder über die Höhe des Rades oder die Veränderung der Messerwelle eingestellt werden. Die Schnitt-Tiefe sollte nicht mehr als 1-2 cm betragen. Das ist ausreichend, um die Filzschicht zu entfernen. Auch mit einer engzahnigen Harke ist Vertikutieren möglich, was bei größeren Flächen jedoch recht mühsam ist. Hat man die Möglichkeit einen Vertikutierer zu nutzen, ist das Ergebnis in jedem Falle besser und gleichmäßiger.

Zangen

Zangen

Eine Zange (von althochdeutsch "zanga": 'Zange', 'Beißerin'; verwandt mit griechisch "dáknein" = 'beißen') ist ein zweischenkliges Werkzeug, bei dem die Wirkstellen (Greifbacken, Schneiden usw.) nie auf ganzer Länge aneinander vorbeigleiten (im Unterschied zur Schere).

Zangen bestehen in der Regel aus drei Bereichen: Griffe, Gelenk, fachsprachlich als Gewerbe bezeichnet und Zangenkopf (mit den Wirkstellen). Sie funktionieren nach dem Hebelprinzip: zwei zweiseitige Hebel sind miteinander durch ein Gelenk verbunden. In aller Regel bilden dabei die Griffe die längeren Hebelarme, die kürzeren Hebelarme bilden den Zangenkopf. Nach dem Hebelgesetz wird die auf die Griffe aufgebrachte Handkraft verstärkt und mittels des Zangenkopfes auf ein Werkstück übertragen.

Vom Grundtypus der Zange abweichend gibt es zahllose Sonderformen, die teilweise auch weite Verbreitung finden, wie etwa die auf dem Kniehebel-Prinzip beruhenden Gripzangen.

Einteilung

Zangen sind im Gegensatz zu anderen Handwerkzeugen nicht auf eine spezielle Verrichtung hin ausgelegt (wie etwa Hämmer, Bohrer, Schraubendreher, Sägen usw.) Ihre Vielfalt ist daher nahezu unbegrenzt.

Es gibt jedoch wichtige Grundtypen:

greifende/haltende Zangen wie die Luppenzange, die bei der Verarbeitung von Eisen Verwendung findet, damit die Teile aus dem Ofen gezogen oder hineingebracht werden können.
schneidende/trennende Zangen
Zangen zum (Ver-)formen (z. B. Crimpzangen für die lötfreie Verbindungstechnik)
kombinierte Zangen (z. B. zum Greifen und Schneiden)
Multifunktionswerkzeuge haben oft eine Zange als zentrales Element

Zangen für Handwerk und Industrie

Zu den am meisten verwendeten Zangentypen gehören:

Kneifzangen
Kombinationszangen
Rohrzangen
Wasserpumpenzangen
Seitenschneider
Monierzangen (= Rabitzzangen,Flechterzangen)
Vornschneider
Mittenschneider
Sicherungsringzangen
Gripzangen
Schmiedezangen
Flachzangen
Flachrundzangen mit und ohne Schneide
Lochzangen
Rundzangen
Spitzzangen
Elektronikzangen
Speziellere Zangen sind etwa Schaffnerzangen, Drahtzwirbelzangen, Kernfangzange, Papageienzange und Kolbenringzange.

Winkelschleifer

 

Winkelschleifer

Ein Winkelschleifer (auch Trennschleifer, Trennjäger, Trennhexe, Schleifhexe, Feuerradl, Flex) ist eine zumeist elektrisch angetriebene Handmaschine mit schnell rotierender runder Schleifscheibe. Die Schleifscheibe wird über ein Winkelgetriebe angetrieben, das dem Winkelschleifer seinen Namen gibt. 1954 wurde das Gerät von der Firma Ackermann + Schmitt bzw. FLEX-Elektrowerkzeuge GmbH aus Steinheim an der Murr eingeführt. Ihr Markenname Flex wird im Deutschen als Gattungsname verwendet.

Prinzip

Das runde Werkzeug rotiert mit bis zu 13.300 Umdrehungen pro Minute (bei 115 mm Scheibendurchmesser, bei 125 mm bis zu 12.200 Umdrehungen pro Minute) und ist daher hohen Fliehkräften ausgesetzt. Die theoretische Schnittgeschwindigkeit der Scheiben am Umfang liegt üblicherweise bei ca. 80 m/s, die Leerlaufdrehzahlen der für unterschiedliche Scheibendurchmesser (üblich sind 115, 125, 150, 180, 230 und 300 mm, letzteres nur als Trennschleifer) gebauten Maschinen unterscheiden sich entsprechend. Um ein Bersten der Scheiben zu vermeiden, sind diese durch Gewebeeinlagen verstärkt und besitzen dank einer besonders elastischen Kunstharzbindung eine gewisse Flexibilität im Vergleich zu starren Schleifscheiben (Schleifstein) oder Flachschleifmaschinen. Diese Flexibilität ermöglicht manuelles, freihändiges Trennschleifen von Metall, Stein und anderen Werkstoffen, ohne dass die Schleifscheibe im Fall einer leichten Verkantung zerbricht.

Abisolierwerkzeug

Abmantelwerkzeug

Unter Abmanteln versteht man das Entfernen des Außenmantels (Isolierung) eines Kabels oder einer Installationsleitung. Der Außenmantel wird dazu mit einem "Kabelmesser" oder mit einem Spezialwerkzeug, dem "Kabelabmantler", zunächst ringförmig umlaufend, dann entlang der Längsachse des Kabels aufgeschnitten. Kabelabmantler gibt es in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel als Universalwerkzeug (siehe Bild) und als "Dosenabmantler". Dosenabmantler sind geeignet für Kabel, die bereits in Installationsdosen verlegt und somit zum Abmanteln schlecht zugänglich sind. Beim Abmanteln darf die Isolierhülle der innenliegenden Drähte nicht beschädigt werden.

Ablaufbeschreibung Entmanteln mit einem Entmatler

Beim Abmanteln öffnet man zunächst den Entmantler und legt ihn so um das Kabel, das die Rundmesser an der Stelle platziert sind an der man den Außenmantel abtrennen möchte (siehe Bild: Entmantler beim Einsatz in einer Anschlussdose).

Nun dreht man den Entmanteler ¼ Umdrehung nach rechts und nach links, knickt das Kabel leicht ab und öffnet den Entmantler. Indem man das Werkzeug etwas weiter Richtung Kabelende erneut ansetzt kann man es leicht zum Abstreifen des Außenmantels nutzen.

Es gibt unterschiedliche Entmantler für diverse Kabelsorten wie z.B. Koaxial- oder Datenkabel.

Hämmer

Hammer

Ein Hammer ist ein Werkzeug, das von Hand gehalten, gerade bis bogenförmig geführt, unter Nutzung seiner Massenträgheit (meist) schwere Schläge auf Körper ausübt. Je nach seiner Masse und genützter Stiellänge wird er nach dem Heben (Ausholen) aus dem Hand-, Ellbogen- oder Schultergelenk - oder bei beidhändigem Halten aus dem Oberkörper - heraus beschleunigt.

 

Wirkprinzipien

Für möglichst effiziente Übertragung von Impuls und Energie ist es günstig, die Hammermasse an den zu treibenden Teil - etwa einen Nagel, Körner, Stemmeisen oder Meißel angepasst auszuwählen. Nur beim Hammerschlag nach unten unterstützt die Schwerkraft. Tischler und Glaser führen seitlich entsprechend (leicht schräg-)plane Hämmer waagrecht über Holz- oder Glasflächen präzise in eine Innenkante. Mittels kurzem und steifem Draht(-seil), Kette oder Zugeisen kann Hammerschwung auch in Zugkraft verwandelt werden, zum Ausziehen von Zeltnägeln oder Zusammenziehen von Fertigparkettdielen.

Um Material direkt zu bearbeiten - zu glätten, verformen, schmieden oder auch zerstörend zu trennen, zu zerkleinern braucht es daneben auch eine passende Kopfform - von recht flach über kugelig bis spitz. Hammerköpfe können aus oberflächen-gehärtetem Stahl sein, aber auch relativ weichem Kupfer, schonendem Kunststoff oder Holz. Eine Rille mit Bucht und Magnet an einer Oberseite des Hammerkopfs kann zum Halten eines Eisennagels für den ersten Schlag dienen und erlaubt so einhändiges Nageln. Mit einem konischen Schlitz kann ein Nagel mit Kopf unter Nutzung des Hammers als Hebel ausgezogen werden.

Wird eine Schlagmasse mechanisch linear nach unten zwangsgeführt wird sie Ramme, von mehreren Personen waagrecht geführt Rammbock genannt. Bildhauer, um sich nur auf das (Holz-)Stemmeisen zu konzentrieren, nutzen kegelig-drehsymmetrische Knüpfel.

Schraubenschlüssel

Schraubenschlüssel

Ein Schraubenschlüssel ist ein Handwerkzeug zum Anziehen oder Lösen von Schrauben und Muttern mit verschiedenen Antriebsprofilen. Schraubenschlüssel werden auf die Antriebsprofile oder Ausnehmungen an der Mantelfläche der Verbindungselemente gesteckt und im Drehsinn betätigt. Schraubwerkzeuge, die stirnseitig in das Antriebsprofil (kurz Profil) der Verbindungselemente gesteckt und im Drehsinn betätigt werden, nennt man dagegen Schraubenzieher (umgangssprachlich) oder Schraubendreher.

Die Größe eines Schraubenschlüssels wird durch die Schlüsselweite gekennzeichnet. Bei einem Maulschlüssel mit der Schlüsselweite 17 haben die beiden parallelen Flächen einen Abstand von 17 mm. Die Schlüsselweite ist als Zahl auf der jeweiligen Seite des Schlüssels aufgeprägt.

Das Innenprofil eines Schraubenschlüssels wird bei hochqualitativem Werkzeug mit dem Verfahren Räumen hergestellt.

Inbusschlüssel

Inbusschüssel

Inbus ist ein Markenname für eine Schraube mit Innensechskant im Kopf. Der zugehörige Schraubenschlüssel mit Außen-Sechskantprofil heißt Inbusschlüssel. Häufig wird der Name durch Assimilation fälschlich Imbus ausgesprochen. In vielen Ländern wird die Innensechskantschraube nach dem Unternehmen Allen Manufacturing Company (Hartford, Connecticut) Allen screw, der Inbusschlüssel Allen key genannt.

Eigenschaften und Anwendungsgebiete

Inbusschrauben eignen sich gut für Schraubenverbindungen, bei denen die Schraubenköpfe konstruktionsbedingt schwer zugänglich sind. Es reicht aus, wenn der Kopf von oben erreicht werden kann, z. B. durch ein Loch, dessen Durchmesser größer als das Eckenmaß des jeweiligen Schlüssels ist. Mit Schlüsseln, deren Spitze kugelig angeschliffen ist, lassen sich die Schrauben auch dann anziehen und lösen, wenn Schlüssel und Schraube nicht fluchten. Inbusschrauben lassen sich zudem platzsparend versenken, falls überstehende Schraubenköpfe stören.

Inbusschlüsselsätze sind preiswert und kompakt in den Abmessungen. Deshalb kann Wartungs- und Bedienpersonal an Maschinen einen solchen Satz auch am Körper tragen, um schnell auf Störungen reagieren zu können. Zudem können Inbusschlüssel leicht mit einem Rohr verlängert werden, um höhere Anzugs- bzw. Lösemomente zu erzeugen. Diese Eigenschaften machen die Inbusschraube deshalb zur bevorzugten Schraube bei Sondermaschinen.

Am Fahrrad werden Inbusschrauben gerne eingesetzt, weil damit das Bordwerkzeug klein gehalten werden kann. Der preiswerte Inbusschlüssel kann auch für die Inbusschrauben bei Bausätzen, z. B. für Möbel, kostensparend durch den Hersteller beigegeben werden. Die Zylinderschraube mit Innensechskant zeichnet sich durch ein gefälliges Aussehen aus, weshalb sie gerne für Zierzwecke verwendet wird. Bei Gebrauchsgegenständen hat die runde Form den Vorteil, dass sich kaum Teile oder Textilien daran festhaken können und die Verletzungsgefahr geringer ist.

Im Außenbereich ist es ein Nachteil des Innensechskantes, dass sich Wasser sammeln und zur Korrosion führen kann. Für Verschraubungen, die in Fertigungsautomaten gesetzt und angezogen werden, gibt es inzwischen bessere Systeme als den Innensechskant, um das Anzugsmoment auf die Schraube zu übertragen, zum Beispiel Torx. Deshalb verliert die Inbusschraube bei solchen Anwendungen an Bedeutung.

Inbusschlüssel

Inbusschüssel

Inbus ist ein Markenname für eine Schraube mit Innensechskant im Kopf. Der zugehörige Schraubenschlüssel mit Außen-Sechskantprofil heißt Inbusschlüssel. Häufig wird der Name durch Assimilation fälschlich Imbus ausgesprochen. In vielen Ländern wird die Innensechskantschraube nach dem Unternehmen Allen Manufacturing Company (Hartford, Connecticut) Allen screw, der Inbusschlüssel Allen key genannt.

Eigenschaften und Anwendungsgebiete

Inbusschrauben eignen sich gut für Schraubenverbindungen, bei denen die Schraubenköpfe konstruktionsbedingt schwer zugänglich sind. Es reicht aus, wenn der Kopf von oben erreicht werden kann, z. B. durch ein Loch, dessen Durchmesser größer als das Eckenmaß des jeweiligen Schlüssels ist. Mit Schlüsseln, deren Spitze kugelig angeschliffen ist, lassen sich die Schrauben auch dann anziehen und lösen, wenn Schlüssel und Schraube nicht fluchten. Inbusschrauben lassen sich zudem platzsparend versenken, falls überstehende Schraubenköpfe stören.

Inbusschlüsselsätze sind preiswert und kompakt in den Abmessungen. Deshalb kann Wartungs- und Bedienpersonal an Maschinen einen solchen Satz auch am Körper tragen, um schnell auf Störungen reagieren zu können. Zudem können Inbusschlüssel leicht mit einem Rohr verlängert werden, um höhere Anzugs- bzw. Lösemomente zu erzeugen. Diese Eigenschaften machen die Inbusschraube deshalb zur bevorzugten Schraube bei Sondermaschinen.

Am Fahrrad werden Inbusschrauben gerne eingesetzt, weil damit das Bordwerkzeug klein gehalten werden kann. Der preiswerte Inbusschlüssel kann auch für die Inbusschrauben bei Bausätzen, z. B. für Möbel, kostensparend durch den Hersteller beigegeben werden. Die Zylinderschraube mit Innensechskant zeichnet sich durch ein gefälliges Aussehen aus, weshalb sie gerne für Zierzwecke verwendet wird. Bei Gebrauchsgegenständen hat die runde Form den Vorteil, dass sich kaum Teile oder Textilien daran festhaken können und die Verletzungsgefahr geringer ist.

Im Außenbereich ist es ein Nachteil des Innensechskantes, dass sich Wasser sammeln und zur Korrosion führen kann. Für Verschraubungen, die in Fertigungsautomaten gesetzt und angezogen werden, gibt es inzwischen bessere Systeme als den Innensechskant, um das Anzugsmoment auf die Schraube zu übertragen, zum Beispiel Torx. Deshalb verliert die Inbusschraube bei solchen Anwendungen an Bedeutung.

Steckschlüssel

Schraubenschlüssel

Ein Schraubenschlüssel ist ein Handwerkzeug zum Anziehen oder Lösen von Schrauben und Muttern mit verschiedenen Antriebsprofilen. Schraubenschlüssel werden auf die Antriebsprofile oder Ausnehmungen an der Mantelfläche der Verbindungselemente gesteckt und im Drehsinn betätigt. Schraubwerkzeuge, die stirnseitig in das Antriebsprofil (kurz Profil) der Verbindungselemente gesteckt und im Drehsinn betätigt werden, nennt man dagegen Schraubenzieher (umgangssprachlich) oder Schraubendreher.

Die Größe eines Schraubenschlüssels wird durch die Schlüsselweite gekennzeichnet. Bei einem Maulschlüssel mit der Schlüsselweite 17 haben die beiden parallelen Flächen einen Abstand von 17 mm. Die Schlüsselweite ist als Zahl auf der jeweiligen Seite des Schlüssels aufgeprägt.

Das Innenprofil eines Schraubenschlüssels wird bei hochqualitativem Werkzeug mit dem Verfahren Räumen hergestellt.

Steckschlüssel/Rohrschlüssel

Einteilige Rohrschlüssel (Rohrsteckschlüssel) haben etwa die Form eines Rohrstückes, an dessen Enden z. B. Innensechskant-Konturen, die auf die gewünschten Schraubenköpfe oder Muttern passen, ausgeformt sind. Betätigt werden sie mit stabilen, eventuell im Durchmesser mehrstufigen Drehstiften, die in Querbohrungen gesteckt werden. Aus gezogenem Rohr geformte sind dünnwandig, axial hohl und damit leichter und kostengünstiger. Massiv geschmiedete sind teurer, stabiler und weisen längs der schlankeren Mitte nicht nur zwei Querbohrungen sondern häufig auch einen langen, eventuell leicht verdrillten Sechskant zum Ansetzen eines Gabelschlüssels auf.



Steckschlüssel-Satz
Flexibel anzuwenden sind Steckschlüssel-Sätze (auch Nussen-Satz genannt) mit verschiedenen Antriebsteilen wie Steckgriff, Gelenkgriff, Quergriff, Winkelgriff, Kurbel oder Knarre, bei denen das eigentliche Werkzeugteil (umgangssprachlich als Nuss oder Stecknuss bezeichnet) wechselbar ist. Durch zusätzliche Zwischenstücke kann man auch Verbindungselemente an schwer zugänglichen Stellen betätigen.

Gängige Formen der Steckschlüssel-Einsätze („Nusse“, umgangssprachlich „Nüsse“ ) sind:

auf der Antriebsseite Vierkante mit Schlüsselweite 1/4″, 3/8″, 1/2″, 3/4″ und 1″.
auf der Arbeitsseite Sechskant, Zwölfkant, Torx und Nutmutternschlüssel. Besondere geschwungen-sechskantige Ausführungen belasten die Mutternkanten weniger und sind dadurch schonender.
Sonderformen des Steckschlüssels sind:

Kreuzschlüssel, bei dem vier Steckschlüssel als rechtwinkeliges Kreuz angeordnet sind.
Drehmomentschlüssel, zur genauen Aufbringung einer definierten Anzugskraft.
Steckschlüssel-Schraubendreher, eine Kombinationen aus Steckschlüssel (oder Nuss) mit einem Schraubendrehergriff

 

Maßband/Gliedermaßstab

Gliedermaßstab

Ein Meterstab, auch Zollstock, Maßstab, genauer Gliedermaßstab, umgangssprachlich auch als Meter bezeichnet, ist ein Messgerät zur Bestimmung von Längen bis zu 3 Meter, wobei die Gesamtlänge 2 Meter (der sog. Doppelmeter) üblich ist. In Sachsen wird er auch „Schmiege“ genannt.

Das Wort Metermaß bezeichnet neben dem Meterstab auch andere einfache Messgeräte, z. B. ein Leinenmaß (meist 1,5 m) für Textilien oder ein Maßband (Rollmeter).

Maßband 

Ein Maßband, auch Bandmaß, im Vermessungswesen gewöhnlich Messband oder Rollbandmass genannt, dient der Ermittlung kurzer Distanzen mit mm-Genauigkeit bzw. größerer Längen ab 10 m bis 100 m mit cm-Genauigkeit. Es wird am Boden aufgelegt oder zwischen den Messpunkten gespannt. Im Vermessungswesen werden damit auch Zwischenpunkte und Kontroll- oder Laufmaße bestimmt.

Stahlmaßbänder bestehen aus dünnem Bandstahl mit Lack, Kunststoff- oder Glasfaserüberzug und werden zum Transport aufgerollt. Die gängigen Längen solcher Maßbänder sind 3 m, 5 m, 20 m, 30 m und 50 m. Bei den Maßbandanfängen gibt es zwei verschiedene Varianten, bei denen der Nullpunkt direkt am Haltering oder etwa 10 cm vom Haltering entfernt ist.

Es gibt auch Maßbänder aus beschichtetem Leinen, die aber weniger genau sind. Sie werden zumeist in der Schneiderei eingesetzt wo teils das zu bearbeitende Material selbst flexibel ist und wo andernteils zumeist konvexe Formen, wie etwa Körperumfänge oder Armlängen zu bestimmen sind.

Maßbänder aus glasfaserverstärktem Kunststoff werden vor allem für Anwendungen, bei denen mit starker Verschmutzung und Feuchtigkeit zu rechnen ist, eingesetzt. Ein weiterer Einsatzbereich ist die Nähe elektrischer Leitungen ohne Isolierung. Metallene Maßbänder bergen hier die Gefahr von Kurzschlüssen oder Stromfluß zum Körper des Anwenders. Stahlmaßbänder können auch eine magnetische Wirkung ausüben, hier ist auch auf Kunststoffbänder zurückzugreifen. Ihre Genauigkeit ist bauartbedingt geringer als die von Stahlmaßbändern.

Seit etwa 1990 werden Maßbänder teilweise durch Laser-Distanzmessung ersetzt.

Maßbänder mit einer Handkurbel o. ä. zum Einrollen, wie sie im Handwerk oder auch beim Schulsport verwendet werden, bezeichnet man als Rollmaßband. Diese können in einer Kunststoff-, Metall- oder Lederkapsel oder aber einem offenen Rahmen untergebracht sein. Bandmaße mit Längen bis 10 m, die in kompakten Kapseln untergebracht sind und in der Regel mit einem Federmechanismus eingerollt werden, bezeichnet man als Taschenbandmaße. Oft ist am Anfang dieser Taschenbandmaße ein kleiner Metallwinkel angebracht, der das Ablesen von Außenmaßen erleichtert - er wird dazu einfach am Werkstück eingehängt. Mitunter ist dieser Metallwinkel auch um seine Materialdicke verschiebbar, um das korrekte Ablesen sowohl von Innen- als auch von Außenmaßen zu vereinfachen.

Bohrersatz

Bohrer

Ein Bohrer, auch Bohr-Einsatz genannt, ist ein Werkzeug oder Werkzeugteil zum Erzeugen kreisrunder Löcher in ein Material durch Zerspanen. Das entstehende Loch wird Bohrung genannt.

Das Verfahren selbst heißt Bohren und zählt in der Ordnung der Fertigungsverfahren auf Grund der definierten Schneide zu den Trennverfahren mit geometrisch bestimmter Schneide.

Allgemeines

Ein gewöhnlicher Bohrer weist an der Spitze zwei Schneiden auf, die von dem zu bearbeitendem Material je einen Span abnehmen. Die Späne werden durch seitliche, wendelförmig eingearbeitete Nuten entgegen der Vorschubrichtung aus dem entstandenen Bohrloch heraus geleitet.

Am Ende des Bohrers befindet sich ein Schaft (häufig zylinderförmig, manchmal auch ein Sechskant), an dem er über ein Spannfutter mit einer Bohrmaschine verbunden werden kann. Größere Durchmesser (ab ca. 10 mm) können auch mit einer kegelförmigen Aufnahme, dem so genannten Morsekegel versehen sein.

Wendelbohrer (nach DIN 345 und 346 als Spiralbohrer bezeichnet) werden rollgewalzt oder geschliffen. Rollgewalzte Wendelbohrer haben aufgrund ihrer Fertigungsmethode eine hohe Elastizität. Sie sind ein konventionelles Werkzeug zum Bohren unter normaler Beanspruchung. Geschliffene Bohrer sind aus gehärtetem Vollmaterial hergestellt und ermöglichen Arbeiten mit engen Toleranzen sowie hohen Standzeiten.

Gewindeschneider/ Querlochsenker

Gewindebohrer

Ein Gewindebohrer ist ein Bohrer zur Erzeugung gewindetragender Bohrungen in verschiedene Werkstoffe. Das Gewindebohren zählt laut DIN 8580 als zerspanendes Bohrverfahren zur Hauptgruppe Trennen. Ebenfalls bekannt sind die Bezeichnungen Mutterbohrer und Schraubbohrer. Ersteres hat seinen Ursprung von der Form des geschaffenen Gewindes, zweites erinnert an die Größe des Vorschubs, der durch die Gewindesteigung vorgegeben ist.

Anwendung

Zum Schneiden eines Innengewindes wird zuerst ein Kernloch gebohrt, dessen Durchmesser ungefähr um die Steigung kleiner ist, als der Nenndurchmesser des Gewindes. Beispielsweise soll bei einem Regelgewinde M10 mit einer Gewindesteigung von 1,5 mm eine Grundbohrung mit dem Durchmesser 10 mm −1,5 mm = 8,5 mm gefertigt werden. Anschließend werden, um beim Anschneiden eine bessere Einführung in die Bohrung zu erhalten und um zu verhindern, dass der erste und der letzte Gewindegang herausgedrückt werden, Kegelsenkungen eingebracht, die der Größe des Gewindedurchmessers zuzüglich 10 % von diesem entsprechen. Bei einem M10er Gewinde ist dies 10 + 1 mm, also eine Senkung mit 11 mm Durchmesser. Dann werden der, bzw. die drei Gewindebohrer, der Reihe nach hinein und wieder herausgedreht. Durch zusätzliches plastisches Verformen der Gewindeflanken entsteht dabei der endgültige Kernlochdurchmesser, der bei M10 8,38 mm beträgt.

Zur Steigerung der Standzeit der Werkzeuge und für optimale Oberflächenqualitäten werden Schneidöle oder auch andere Kühlschmiermittel zur Schmierung verwendet, da dies die Reibung zwischen Span und den Schneiden des Gewindebohrers und somit auch das notwendige Drehmoment verringert.

Der Gewindebohrer soll während des Schneidens möglichst nicht zurückgedreht werden, da häufiges Abscheren der Späne und Neuanschneiden zu vorzeitiger Abstumpfung der Gewindebohrerschneiden führen. Ausnahme: Bei langspanenden Werkstoffen und größeren Gewinden ist ein wiederholtes Brechen der Späne erforderlich. Dies geschieht durch Zurückdrehen des Gewindebohrers um etwa eine viertel Umdrehung. Zugleich gelangt dadurch frischer Schmierstoff an die Schneidkanten.

Insbesondere bei Gewinden, die nicht wesentlich länger sind als ihr Durchmesser, werden die Gewinde beim Schneiden von Hand sehr leicht schräg. Dagegen hilft meist nur maschinelles Schneiden oder manuelles Drehen der Spindel einer Ständerbohrmaschine mit eingespanntem Gewindebohrer. Genormte kleine und mittlere Innengewinde lassen sich bei rotationssymmetrischen Werkstücken leicht und preiswert an der Drehmaschine mittels Gewindebohrer fertigen.

 

Senken

Das Senken ist ein Bohrverfahren und dient dem Entgraten und der Erzeugung profilierter oder planer Absätze in fertigen Bohrungen.

Damit wird erreicht, dass Schraubenköpfe, Muttern oder Niete in der Senkung bündig mit der Werkstückoberfläche aufliegen können. Gesenkte Bohrungen erleichtern auch das Gewindeschneiden durch den besseren Anschnitt.

Nach der Art der Senkung unterscheidet man drei Verfahren. Hervorstehende, ebene Flächen werden mit dem Planansenken erzeugt. Durch Planeinsenken erhält man eine vertiefte, plane Fläche. Profilsenken erzeugt eine kegelige oder anders profilierte Senkung.

Lötkolben

Lötkolben

Der Lötkolben ist ein Gerät zum Aufschmelzen von Metallen, um Bauteile durch Weichlöten zu verbinden.

Beim Lötvorgang werden Metallteile mit dem Lötkolben erhitzt und durch ein weiteres, dadurch schmelzendes Metall (z. B. Lötzinn) benetzt. Dieses Metall stellt nach dem Erkalten eine zuverlässige mechanische und elektrische Verbindung zwischen den Metallteilen her. Die Metallteile selbst werden nicht wie beim Schweißen thermisch angeschmolzen, allerdings entsteht an den Grenzschichten eine sehr dünne Legierungsschicht mit dem Lot. Löten ist also keine Klebverbindung.


Elektrische Lötenkölben

Der elektrische Lötkolben kann entweder mit innen- oder außenbeheizten, in der Regel auswechselbaren Lötspitzen bestückt werden.

Bei elektronisch temperaturgeregelten Lötkolben wird die Heizung elektronisch gesteuert. Die Temperatur wird entweder mit einem zusätzlichen, möglichst nahe der Spitze montierten Temperatursensor gemessen, oder der temperaturabhängige elektrische Widerstand des Heizdrahts wird zur Temperaturbestimmung ausgewertet. Wenn die Solltemperatur frei einstellbar ist (typischerweise mithilfe eines Drehknopfs an der Lötstation), sollte die Wärmekapazität der Lötspitze möglichst gering sein, damit ihre Temperatur der Solltemperatur (auch nach unten) zeitnah folgen kann. Die Heizleistung muss den Wärmeabfluss während des Lötvorgangs vollständig ausgleichen können. Elektronisch temperaturgeregelte Lötkolben eigenen sich besonders für feine Lötarbeiten im Laborbetrieb.

Die Nutzung der Heizwendel als Temperatursensor ist nicht zu verwechseln mit Heizwendeln, die sich über ihre Kaltleit-Eigenschaft selbst regeln. Durch sie fließt in der Nähe der Abschalttemperatur fast kein Strom mehr. Um die Löttemperatur stabil zu halten, sollte aber bei Unterschreitung der Abschalttemperatur ein möglichst großer Energienachschub geliefert werden. Dafür wäre ein möglichst hoher Stromfluss nötig. Die Selbstregelung ist also nur als Überhitzungsschutz für Lötkolben wie Hammerlötkolben geeignet, deren Heizleistung erheblich niedriger ist als der Wärmeabfluss während des Lötvorgangs.

Bei elektromechanisch temperaturgeregelten Lötkolben gibt die gewählte Lötspitze die Solltemperatur vor: Wird die Lötspitze montiert, zieht ihre schaftseitige Kappe einen im Schaft beweglichen Magneten an, der den Heizstrom einschaltet. Erreicht die Kappe ihre Curie-Temperatur, wird der Magnet nicht mehr angezogen, federt in seine Ruheposition zurück, und die Heizung ist wieder abgeschaltet. Ihre Curie-Temperatur ist eine feste, alterungsbeständige Eigenschaft des Materials der Kappe, die durch dessen Legierung fest voreingestellt ist. Bekannt ist dieses Temperaturregelungsprinzip unter der von Cooper Hand Tools, Inc. registrierten, für Ihre Marke Weller verwendeten Wortmarke Magnastat. Da für unterschiedliche Solltemperaturen die Lötspitze ohnehin gewechselt werden muss, kann die Wärmekapazität der Lötspitze beliebig hoch sein. Elektromechanisch temperaturgeregelte Lötkolben eigenen sich für feine und gröbere Lötarbeiten und besonders für schnelle, gleichartige Lötfolgen. Für Lötarbeiten an elektrostatisch gefährdeten Bauteilen sind sie prinzipbedingt nicht zugelassen.

Elektrische Lötkolben gibt es mit Heizleistungen ab etwa sechs Watt (Mikrolötkolben) bis zu mehreren hundert Watt und müssen je nach Aufgabengebiet entsprechend ausgewählt werden. Leistungsfähige temperaturgeregelte Lötstationen mit auswechselbaren Spitzen sind dagegen sowohl für sehr feine, aber auch für mittlere Arbeiten geeignet. Eine Miniaturbauform des Lötkolbens ist die sogenannte Lötnadel, die typischweise mit 6 V oder 12 V betrieben wird.

 

Sägen

Säge

Die Säge ist ein Werkzeug oder eine Werkzeugmaschine zum Trennen von Holz, Naturstein, Metall, Kunststoff und anderen festen Materialien.

Die Sägetechnik

Die Säge oder ein Sägeblatt besteht aus einer dünnen, am Rand mit meißelartigen Zähnen versehenen, linearen Stahlplatte oder einem runden Sägeblatt, das durch eine Kraft bewegt wird. Das Sägewerkzeug mit seinen Sägezähnen dringt in den Festkörper ein und durch Wegnahme dünner Späne (Sägespäne) wird eine schmale Nut eingearbeitet und eine Trennfuge entsteht. Je nachdem, ob das Sägeblatt mit der Hand oder mit Maschinenkraft bewegt wird, unterscheidet man zwischen Handsägen und Maschinensägen (oder Sägemaschinen). Die Säge ist ein zerspanendes Werkzeug. Eine kontinuierliche Bewegung der Sägezähne findet man beispielsweise an einer Kreissäge und eine diskontinuierliche bei den Handsägen wie dem Fuchsschwanz.

Um ein Festklemmen des Sägeblattes im Werkstoff, beispielsweise im Holz, zu verhindern, muss der Schnitt breiter sein als das Sägeblatt. Dies erreicht man durch ein gewelltes, gestauchtes oder sogenanntes geschränktes Sägeblatt. Bei einem gewellten Sägeblatt sitzen die einzelnen Zähne nicht auf einer geraden Linie, sondern laufen in leichten Kurven. Gestauchte Zähne sind an der Zahnspitze breiter. Bei einem geschränkten Sägeblatt sind die Zähne abwechselnd nach rechts und links gebogen. Heute findet man häufig auch eine Bestückung von Sägeblättern mit einem anderen Material, etwa Hartmetall, das entsprechend breiter als das Blatt ist.

Sind die Sägezähne abgenutzt, so müssen sie nachgefeilt werden, eine mühsame und Geschick erfordernde Arbeit. Um dabei ein richtiges Einhalten der Zahnteilung und Zahnform zu sichern, hat man so genannte hinterlochte oder perforierte Sägen eingeführt. Diese haben gegenüber den Sägen mit vollem Sägeblatt den Vorteil, dass das Nachfeilen bedeutend rascher vor sich geht. Auch haben sie eine geringere Reibung, daher geringeres Schlottern (Wackeln) und geringere Erhitzung des Sägeblatts.

Wasserwaage

Wasserwaage

Die Wasserwaage (Richtwaage oder Maurerwaage) ist ein Prüfgerät zur horizontalen oder vertikalen Ausrichtung eines Objektes und besteht aus einer gefassten Libelle, die zu den Messflächen ausgerichtet ist.

Ursprünglich bezeichnet der Begriff Wasserwaage eine gefasste Libelle, deren Fassung nicht wesentlich größer als diese Libelle ist und eine ebene Seite besitzt. Wegen der Kürze einer derartigen Wasserwaage kann man damit nur einzelne Objekte wie Balken oder Steinblöcke auf horizontale Lage überprüfen. Um zusammengesetzte Bauwerke, wie beispielsweise eine Mauer oder eine Pflasterung überprüfen zu können, wurde diese Wasserwaage auf eine längere Leiste (meist Hartholz) aufgesetzt. Das Gefälle eines Kanals oder einer Pflasterung lässt sich durch Messen oder durch Erfahrung mit dem Einspielpunkt der Libelle überprüfen. Üblich ist eine Markierung (Pars) links und rechts an der Libelle, die einer Abweichung von meist einem Grad entspricht.

Richtwaage, auch Maurerwaage (als Werkzeug des Maurers), bezeichnet ein Prüfgerät mit ein oder zwei Libellen (auch mehr sind möglich), die in einem 30–200 cm langen Profil aus Aluminium, wasserunempfindlichem, stabilem Hartholz, Aluminiumguss, Kunststoff o. ä. mit einer oder zwei Messflächen eingelassen sind. Diese Messflächen können gefräst oder beschichtet sein. Bei zwei Libellen sind diese senkrecht zueinander so eingebaut, dass man sowohl die Horizontale als auch die Vertikale überprüfen kann. Es gibt auch Wasserwaagen mit drei Libellen; die dritte Libelle ist dann für das Prüfen der 2°-Neigung (Gefälle von Abwasserrohren) oder 45°-Neigung vorgesehen. Auch drehbare Libellen, die sich nach einer Skala auf bestimmte Werte einstellen lassen sind teilweise vorhanden.

Wasserwaagen mit einer Länge von mehr als 200 cm sind selten und werden oft fälschlicherweise Richtscheit genannt. Wasserwaagen können unter Inkaufnahme von Verschmutzung und Abnutzung auch für die Funktion eines Richtscheits bemüht werden, unterscheiden sich jedoch von diesem Objekt klar durch das Vorhandensein von Libellen. Das Profil von echten Richtscheiten ist typisch ca. doppelt bis drei mal so hoch wie das einer Wasserwaage.

Heutzutage werden nahezu ausschließlich Maurerwaagen verschiedener Länge mit zwei Libellen hergestellt und diese verallgemeinert als Wasserwaage bezeichnet.

Heckenschere

Heckenschere

Eine Heckenschere ist ein Gartengerät und dient dazu, eine Hecke zu stutzen oder Gebüsch und feststängelige Pflanzen (Rosen u. ä.) zurückzuschneiden. Heckenscheren werden als Handheckenschere oder motorangetrieben (Benzin- oder Elektromotor) hergestellt. Motorisierte Heckenscheren haben nur wenig mit einer „gewöhnlichen“ Schere gemein. Sie besitzt ein 40 bis 70 cm langes Schwert, ähnlich einem beidseitig schneidenden Mähbalken, ähnlich auch dem Schwert eines Sägerochens. An einer feststehenden Leiste sind rechts und links jeweils eine Reihe feststehender Messer befestigt, deren Abstand (ca. 1,5-3,4 cm) dem maximal zu schneidenden Astdurchmesser entspricht. Darüber wird ein zweiter, ebenfalls mit Messern besetzter Balken hin und her bewegt, so dass die Messer dieses Balkens mit dem Feststehenden eine lange Reihe einzelner Scheren bilden. Hierdurch kürzen die Schneiden die Hecke sehr präzise.

Die Handheckenschere ist eine bis zu 60 cm lange Schere, wobei die Schneiden etwa 30 cm Länge aufweisen. Sie hat einen Zangengriff und die Schneide kann nach innen gebogen sein, meistens jedoch sind moderne Wellenschliffschneiden vorhanden. Durch die langen Griffe aus Holz (bzw. Rohre) entfaltet sich eine günstige Hebelwirkung und die Pflanzenteile lassen sich sauber und mit einem Zuschnitt durchtrennen. Um ein sicheres Schneiden zu gewährleisten, sollten die Schneideblätter regelmäßig geschliffen werden.

Hochdruckreiniger

Hochdruckreiniger

Als Hochdruckreiniger wird ein elektrisch oder mittels Verbrennungsmotor betriebenes Arbeitsgerät bezeichnet, das mit Hilfe von 15 bis über 1000 bar Wasserdruck und gegebenenfalls unter Zusatz von Reinigungsmitteln hartnäckige Verschmutzungen entfernt.

Funktionsweise

Das Reinigungsmedium (Wasser) wird durch eine Kolbenpumpe unter hohen Druck gebracht und bei beheizten Hochdruckreinigern mittels eines elektrischen Heizelements oder mit fossilen Brennstoffen (Gas oder Heizöl) betriebenen Brenners erhitzt. Der hohe Druck erzeugt an der Reinigungsdüse oder dem Sprühkopf einen Wasserstrahl von hoher Geschwindigkeit. Dadurch lassen sich Oberflächen auch von hartnäckigsten Verunreinigungen oder Farbschichten befreien. Da der Wasserstrahl sehr scharf ist, besteht sowohl eine erhöhte Unfallgefahr für umstehende Personen als auch für die Beschädigung der zu behandelnden Oberfläche. Für komplexe Reinigungsaufgaben sind spezielle Reinigungsmittel erhältlich, die hartnäckigen Schmutz anlösen oder z. B. in der Lebensmittelindustrie desinfizieren.

Hochdruckreiniger der unteren Klasse verwenden Wasserdrücke von 80 bis 100 bar, oft sinkt der Druck an der Düse erheblich. Die Mittelklasse bilden Geräte von etwa 150 bis 200 bar, bei diesen Geräten beginnen professionelle Einsatzmöglichkeiten. Hochdruckreiniger mit über 1000 bar Wasserdruck werden auch als Höchstdruckreiniger bezeichnet. Mit diesen Geräten wird im industriellen Bereich auch die Bearbeitung von Oberflächen vorgenommen. Durchtrennungen von Metall- oder Steinplatten mit Hilfe von Wasserdruck (Wasserstrahlschneiden) arbeiten ebenfalls mit Höchstdruck.

Für eine optimale Reinigungswirkung braucht man neben ausreichendem Druck auch eine hohe Wassermenge, die den gelösten Schmutz abtransportiert (Schwemmleistung).

Mit einer Dreckfräse (oder auch Rotordüse), einer kreisenden Punktdüse von max. 0,8 mm Durchmesser, können großflächig hartnäckige Verkrustungen (metallische Oxidationen und Verspakungen) gelöst werden. Sie wird besonders bei Tankreinigungen eingesetzt, ist jedoch bei empfindlichen Materialien nicht zu empfehlen. Hier sollte nur mit einer Flachstrahldüse aus sicherer Entfernung gearbeitet werden.

Einsatzbeispiele:

Straßenpflasterreinigung in Fußgängerzonen - Beseitigung von Kaugummis
Fassadenreinigung
Motorensäuberung (nach Zerlegung) von Ablagerungen

Rohrreinigungsmaschine

Rohrreinigungsspirale

Die Rohrreinigungsspirale oder auch Abflussspirale ist ein Werkzeug zum Reinigen von Abflussrohren, ohne diese abschrauben zu müssen. Der Begriff ist irreführend, da es sich technisch nicht um eine Spirale handelt, sondern um eine wendelförmige biegsame Welle.

Anforderungen

Natürlich könnten mit dem Werkzeug auch Trinkwasserrohre gereinigt werden; bei diesen jedoch stellt sich das Problem der Verschmutzung in der Praxis nicht (die dazu führenden Verunreinigungen sind bei Trinkwasser nicht akzeptabel); ähnlich bei Rohrleitungen in der Verfahrenstechnik.

Abwasser dagegen ist mit Fett, Fäkalien und auch mit Abfall (aus Spülbecken oder Toiletten) belastet; auch Urin führt durch Urinstein zu Ablagerungen, die den Durchfluss behindern. Solche Hindernisse bilden sich typischerweise in Rohrbögen. Dort sind sie ohne Spezialwerkzeug nicht erreichbar, zumal wenn die Rohre in einer Mauer liegen

Erreichbarkeit

Die Spirale ist damit strenggenommen kein Werkzeug, sondern sie bringt das eigentliche Werkzeug (Bohrer/Fräse) an den Einsatzort. Durch die Bauart kann sie zwar Druck und Drehung übertragen, jedoch keinerlei Querkräfte; die Spirale folgt dem Rohrverlauf bis zum Hindernis.

Größe

Spiralen gibt es in verschiedenen Dimensionen: die gebräuchlichsten haben 8, 16, 22 und 32 mm Durchmesser, die je nach Rohrdimension und Bogengängigkeit eingesetzt werden. Die Spiralen sind 2 bzw. 10 m lang und können über Kupplungen nahezu unendlich verlängert werden.

Bedienung und Werkzeuge

Einfache Spiralen (unter 5m) werden manuell (mit einem Knauf oder einer Handkurbel) bedient; größere Ausführungen besitzen elektrische Antriebe. Bei diesen können auch die Werkzeuge gewechselt werden: Bohrer für festsitzende, harte Verstopfungen, Fräsen für Wurzeleinwuchs sowie Schleuderketten für Verkrustungen an den Rohrwandungen.

Die Arbeit wird - zumindest beim Bohren - durch eine Kombination von Drehung und Druck bzw. Schlagen erreicht. Bei motorbetriebenen Werkzeugen ist dies oft noch erweitert: Die eigentliche Spirale wird als Führungsrohr für ein genau passendes Stahlseil benutzt. Dieses wird maschinell stoßweise vorgeschoben, das Werkzeug arbeitet dann als Meißel.

Rohrreinigen

Das Verfahren der Rohrreinigung bezeichnet die Tätigkeit oder die Vorrichtung zur Säuberung und Instandhaltung von Rohrleitungen. Durch das in den Rohren geförderte Medium kann es zu Ablagerungen und schließlich zur teilweisen Verstopfung kommen. Im Anlagenbau und der Industrie werden besondere Anforderungen an Rohrleitungen bezüglich Oberflächenrauheiten oder Wärmeübergang gestellt. In der lebensmitteltechnischen und pharmazeutischen Industrie sowie in der Medizintechnik sind die Anforderungen Keimfreiheit und Freiheit von Fremdstoffen beispielsweise nach Montage der Rohrleitung oder nach einem Produktwechsel. Ebenso kann es durch Ablagerungen zu Korrosion und damit zum Ausfall der Rohrleitungen kommen.

Je nach Anwendung, Fördermedium und Rohrleitungsmaterial gibt es folgende Methoden zur Rohrreinigung:

Stichsäge

Stichsäge

Eine Stichsäge ist ein elektrisches Werkzeug, mit dem durch die Hubbewegung eines einseitig eingespannten Sägeblattes diverse Materialien zersägt werden können. Besonders bei Kurvenschnitten in Platten und bei Anpassarbeiten im Außendienst findet die Stichsäge ihren Einsatz.

Elektrowerkzeug

Bei der Stichsäge ist ein kleines/schmales Sägeblatt einseitig eingespannt. Dieses kann daher mit dem freien Ende in das zu durchsägende Material einstechen, dafür ist aber in der Regel ein Loch, etwa eine Bohrung, notwendig. (Ausnahme Tauchschnitt) Aufgrund der geringen Breite des Sägeblatts kann man es in relativ engen Kurven führen und geschwungene Linien aus Materialien ausschneiden.

Die Stärke der Stichsäge liegt darin, dass man aus dünnen Platten, Brettern oder auch Balken geformte Teile aussägen kann, bei vorheriger Bohrung durch das Material oder mit einem Tauchschnitt auch aus ihrem Inneren.

Das Sägeblatt wird bei modernen Stichsägen rückwärtig von einer Rolle gestützt, die dem Sägeblatt eine präzisere Führung verschafft.

Eine Variante ist die Pendelhub-Stichsäge, bei der das Sägeblatt vor- und rückwärts pendelt, so dass die Sägespäne besser ausgeworfen werden. Die Sägeleistung ist gegenüber einer Säge ohne Pendelhub deutlich höher. Mit Pendelhub-Stichsägen ist es auch möglich, Tauchschnitte durchzuführen. Beim Tauchschnitt wird durch nach vorne gekipptes Ansetzen der Säge und gleichzeitiges Kippen und Sägen ein Schnitt von der Oberfläche aus in das Material "getaucht", ohne vorher ein Loch zu bohren. Die korrekte Ausführung eines Tauchschnitts ist nicht ganz einfach und aufgrund der Rückstoßgefahr auch nicht ungefährlich für Mensch und Material.

Äußerst nützlich sind die vielen „Varianten“ der Sägeblätter. Abgesehen von verschiedenen Längen, Dicken und Breiten verkauft der Handel auch Sägeblätter für verschiedenste Werkstoffe. Um zu verhindern, dass Holz beim Sägen ausfranst, sägt man immer von der „schlechten“ Seite. Die „gute“ Seite wird dabei geschont, da das Sägeblatt gegen die Werkstückoberfläche arbeitet. Moderne Maschinen „blasen“ die Sägespäne von der Schnittfläche, somit bleibt der „Anriss“ sichtbar, entlang dessen man schneiden möchte. Neuerdings gibt es auch Modelle mit Laservorrichtungen die es ermöglichen, ohne Anriss nur mit einem Zielpunkt einen geraden Schnitt zu führen.

Ihren wichtigsten Einsatzbereich hat die Stichsäge als Montagesäge. Neben Sägeblättern gibt es auch Raspeln und Feilen als Einsatz. Allerdings konkurriert die Stichsäge in diesem Bereich mit sogenannten Säbelsägen oder Reciprosägen, bei denen das Sägeblatt nicht nach unten aus der Maschine herausragt, sondern nach vorn, wobei der Maschinenkörper dem einer Bohrmaschine ähnelt. Solche Reciprosägen eignen sich für schnelle, wenngleich nicht unbedingt sehr präzise Schnitte in Plattenmaterialien und Massivholz, aber auch in Metall.

Elektrohobel

Hobel

Der Hobel ist ein Werkzeug zur spanenden Bearbeitung von Holz. Er ist ein unverzichtbares Hilfsmittel in allen holzverarbeitenden Berufen. Die Oberfläche des Holzes wird bearbeitet, indem mit dem Hobeleisen Späne vom Material abgetragen werden. Bei den klassischen Handhobeln handelt es sich um eine feste Schneide, die im Hobelkörper fixiert ist, in heute ebenfalls üblichen Elektrohobeln rotiert eine Messerwalze mit mehreren Schneiden.

Hobelmaschine

Hobelmaschinen werden sowohl bei der Holz- als auch bei der Metallbearbeitung spanabhebend eingesetzt.

Im Gegensatz zu den Stoßmaschinen vollzieht das Werkstück statt des Meißels die Vorschubbewegung. Dadurch können auch lange Schnitte erreicht werden. Nachteil ist der große Leistungsbedarf, der durch die Umkehrbeschleunigungen der Tisch- und Werkstückmasse bedingt ist.

Unter den Maschinen zur Holzbearbeitungen gibt es verschiedene Typen: die Abrichthobelmaschine, die Dickenhobelmaschine, die Vierseitenhobelmaschine oder auch die Universalhobelmaschine.

In der Metallbearbeitung werden durch Hobeln ebene oder gekrümmte Flächen erzeugt. Als Werkzeuge werden Hobelmeißel eingesetzt. Die Schnittbewegung ist geradlinig, sie wird vom Werkstück ausgeführt. Da das Werkstück nach jedem Schnitt zurückgeführt werden muss (Leerhub), ist diese Art der Bearbeitung unwirtschaftlicher als andere und wird zunehmend von diesen Verfahren - meistens durch das Fräsen - verdrängt. Außerdem ist die oszillierende Bewegung des Werkstückschlittens antriebstechnisch aufwändiger.

Schwingschleifer

Schwingschleifer

Ein Schwingschleifer oder auch Rutscher oder Sander (Metabo) ist ein handgeführtes Elektrowerkzeug, mit dessen Hilfe man in der Lage ist, durch verschieden strukturierte Aufsätze (Schleifscheiben) Oberflächen zu schleifen. Schwingschleifer werden für Vor- und Nachschleifarbeiten verschiedener Werkstoffe wie z. B. Hart- und Weichhölzern sowie bei Lacken eingesetzt. Das Schleifpapier wird mittels eines Klemmverschlusses oder einer Kletthaftung an der Schwungplatte befestigt. Mittels einer Staubabsaugung ist ein umwelt- und gesundheitsverträgliches Arbeiten gewährleistet.

Klassischer Schwingschleifer

Mittels eines Motors wird durch eine exzentrisch angeordnete Schwungplatte das aufgespannte Schleifpapier in eine schwingende Bewegung gebracht. Die Schleifplatte ist rechteckig und schwingt kreisförmig.

Steinbohrer/Meißel

Bohrer

Ein Bohrer, auch Bohr-Einsatz genannt, ist ein Werkzeug oder Werkzeugteil zum Erzeugen kreisrunder Löcher in ein Material durch Zerspanen. Das entstehende Loch wird Bohrung genannt.

Das Verfahren selbst heißt Bohren und zählt in der Ordnung der Fertigungsverfahren auf Grund der definierten Schneide zu den Trennverfahren mit geometrisch bestimmter Schneide.

Betonbohrer

Zum Bohren in Beton benutzt man Bohrer (HM/CT), bei denen an der Spitze je Schneide ein Plättchen aus Hartmetall (HM) (Markenname: Widia) als Schneide durch Hartlötung mit dem Bohrer verbunden ist (deshalb umgangssprachlich Widia-Bohrer). HSS würde viel zu schnell stumpf werden. Da Hartmetall teuer und spröde ist und somit leicht bricht, wird nicht der ganze Bohrer aus Hartmetall gefertigt, sondern nur ein Einsatz in der Spitze. Der eigentliche Bohrer besteht aus Chrom/Titan (CT).

Meisel

Der Meißel ist ein Werkzeug, das zum Trennen oder Bearbeiten unterschiedlicher Stoffe (im Wesentlichen Stein, Metall, Holz oder auch Knochen) verwendet wird. Hierbei handelt es sich um ein Werkzeug aus Stahl, das eine gehärtete keilartige Schneide sowie eine ungehärtete Schlagfläche aufweist.

Meißel werden mit Hilfe eines Hammers dazu eingesetzt, um Bearbeitungsgegenstände zu teilen oder von diesen Teile abzutrennen. Zu den gängigen Typen, die in verschiedenen Größen und Ausführungen existieren, gehören Flachmeißel, Spitzmeißel, Fugenmeißel, Fliesenmeißel, Maurermeißel, Nutenmeißel, Aushaumeißel, Trennstemmer und Kreuzmeißel. Sonderformen sind das Scharrier-, Bossier-, Schlag-, Zahn- und Sprengeisen usw. (Meißel werden von Steinmetzen als Eisen bezeichnet). Zum Hammer sagen die Steinmetzen Fäustel. Fäustel und Eisen sowie weitere von Hand geführte metallene Werkzeuge werden von den Stein-Fachleuten als Geschirr bezeichnet und gehören zur Grundausrüstung bei der Steinbearbeitung.

Daneben gibt es auch motorgetriebene Meißel an Abbruchhämmern, Drucklufthämmern, Abbauhämmern und Bohrhämmern. Meißel werden in der Metallbearbeitung, der Steinbearbeitung von Steinmetzen, aber auch in der Medizin zur Durchtrennung von Knochen (Osteotomie/Stomatologie) eingesetzt.

Elektrotacker

Tacker

Eine andere Anwendung ist der Einsatz in einem Tacker. Der Handhebel eines Handtackers spannt eine Feder, die, zuletzt ausgelöst, einen Schlagstift beschleunigt, der auf eine einzelne Klammer schlägt. Damit wird ein Auflagematerial an eine (dickere) Unterlage angeheftet. Wenn das Unterlagenmaterial (meist Holz) eine hohe Festigkeit aufweist, findet die Klammer, ähnlich wie ein Nagel, auch ohne Umbiegen Halt. Elektrisch betriebene Tacker werden Elektrotacker genannt und schießen die Klammern mit großer Kraft in den Untergrund, z. B. zum Befestigen von Polsterstoffen oder Dämmplatten. Für Polsterarbeiten werden druckluftbetriebene Tacker eingesetzt. Für großflächige Befestigungen benutzt man auch oft einen Schlagtacker, mit dem die Klammern, ähnlich wie mit einem Hammer, mit Schwung eingeschlagen werden.

Viele Tacker haben einen Fühler nahe der Klammeraustrittsstelle. Erst wenn er durch das Anpressen des Tackers auf Material eingedrückt wird, kann der Tacker ausgelöst werden. Damit soll das gefährliche versehentliche Verschießen von Klammern vermieden werden. Die Schlagkraft fast jedes Tackers kann, etwa durch Verstellen des Auslösepunkts durch eine Rändelschraube, verstellt und damit an das Material und die Klammerhöhe angepasst werden. Manche erlauben wahlweise auch das Einschlagen von aufgereihten Nägeln.

Gartenhäcksler / Walzenhäcksler

Gartenhäcksler / Walzenhäcksler

Zerkleinerung von Gartenabfällen

Bewohner des Nordschwarzwalds beim Häckseln
Holzabfälle, Heckenschnitt und andere sperrige Gartenabfälle werden häufig geschreddert. Die Endprodukte können als Rindenmulch, Schutz für Blumen und als Dünger oder Strukturmaterial für den Kompost verwendet werden. Häcksler gibt es in verschiedenen Ausführungen und Leistungsstufen, je nach Art und Menge des anfallenden Schnittgutes. Für den professionellen Einsatz gibt es den Buschhacker. Für den Kleingarteneinsatz gibt es folgende Arten:

Das Messerschneidwerk ist die älteste Technologie. Es ist schnell (Voraussetzung: genügend Motorleistung), laut, anfällig für Verstopfungen und billig.
Das Walzenschneidwerk setzt sich zunehmend gegenüber dem Messerschneidwerk durch. Es zieht die Abfälle selbständig ein und es ist langsamer, kraftvoller, resistent für Verstopfungen, leise (Leisehäcksler), robust und etwas teurer.
Das Wendelschneidwerk ist zwar auch im Einzelhandel vertreten, führt aber ein Nischendasein. Es ist genauso langsam, kraftvoll und leise wie das Walzenschneidwerk, verfügt über einen außergewöhnlich guten Selbsteinzug, ist anfällig für Beschädigungen und sehr teuer.

Holzsägen

Säge

Die Säge ist ein Werkzeug oder eine Werkzeugmaschine zum Trennen von Holz, Naturstein, Metall, Kunststoff und anderen festen Materialien.

Handbügelsäge

Die Handbügelsäge ist eine Bügelsäge. Mit ihr werden Werkstoffe spanend getrennt sowie Schlitze und Einschnitte in Werkstücken hergestellt. Sie wird meist bei der Metallbearbeitung an der Werkbank und bei Montagearbeiten verwendet, wenn der Einsatz von Sägemaschinen zu aufwendig oder nicht möglich ist. Die Handbügelsäge für Metall besteht aus dem Sägebogen und dem Sägeblatt.

Baumsäge

Eine Baumsäge oder Stangensäge besitzt einem langen Stiel, der auch als Teleskopstiel ausgeführt sein kann, zum Beschneiden von Bäumen und Sträuchern, mit welcher durch eine Leiter nicht erreichbare Bereiche bearbeitet werden können. Alternativ können mit der Stangensäge vom Boden aus, durch denn Verzicht auf die unhandlichen Leitern, schnell und effektiv Schnittmaßnahmen wie beispielsweise das Wertästen erfolgen. Die Kettenblätter der Stangensägen sind häufig mit Stoß- oder Zughaken versehen, um den Schnitt zu unterstützern und die losen Äste aus der Krone entfernen zu können.



Baumsäge mit Seilzugschere an einer Teleskoprohrstange
Die klassische, in Europa verbreitete Version hat eine kleine Zahnteilung, um ein Verkanten zu verhindern und arbeitet auf Schub, da sich der Ast beim Sägeschub weniger mitbiegt. Bei einigen Modellen lässt sich das Sägeblatt in verschiedene Winkelpositionen bringen.



Japansäge (als Handsäge)
In den letzten Jahren werden vermehrt auch Japansägen als Stangensägen verwendet. Die hohe Arbeitsleistung, sowie die sehr gute Qualität des Schnittbildes und damit die bessere Wundheilung, sprechen für diesen Sägentyp.

Im Waldbau werden teilweise Motorstangensägen verwendet. Diese entsprechen im Prinzip einer normalen Kettensäge, allerdings befindet sich die Stange zwischen Motor und kleinem Kettenblatt, um auf diesem Wege die schweren Anteile des Gerätes in eine günstigere Hebelposition zu bringen. Der Antrieb erfolgt im Inneren der Stange.

Geschichte

In der griechischen Mythologie gilt Perdix, der Neffe des Daidalos, als Erfinder der Säge.

Sägenartige wirkende Feuersteine sind in Europa bereits seit dem Mesolithikum in Gebrauch. Die Säge aus Metall entstand in Ägypten. Das römische Handwerk schuf eine Vielfalt an Sägen, die bis zum 14. Jahrhundert kaum verändert wurden. Als die Säge aus Stahl im 15. Jahrhundert aufkam, wurde sie von Holzfällern als Ersatz für die Axt verwendet. Heute gibt es neben einfachen Handsägen, wie sie sich teilweise aus den historischen Sägen weiterentwickelt haben, auch neben motorisch angetriebenen stationären Sägemaschinen eine Vielzahl von handgeführten motorbetriebenen Sägemaschinen für eine große Anzahl von speziellen Anwendungsfällen.

 

Ast,- Heckenschere

Astschere

Eine Baumschere, auch Astschere, ist eine lange Schere, mit denen man Äste bis zu einer Dicke von 8 cm abschneiden kann. Sie hat zwei lange Griffe (Länge ca. 50 bis 65 cm). Einige Baumscheren haben eine Teleskopstange, die bis zu einer Länge von zwei Metern ausgefahren werden kann, um höher liegende Äste eines Baumes zu erreichen. Bei Baumscheren unterscheidet man grundsätzlich zwischen Bypass- und Amboss-Astscheren. Bypass-Scheren sind Scheren, bei denen die beiden Klingen aneinander vorbei gleiten, dies ermöglicht einen glatteren Schnitt. Bei Amboss-Scheren trifft die Klinge hingegen auf eine glatte Metalloberfläche. Diese Scheren können mit einem reduziertem Kraftaufwand betätigt werden.

Baumscheren mit Teleskopstange funktionieren nach dem sog. "Seilzugsystem". Dabei wird die Schneide an einen Ast gelegt und mit Hilfe eines Seiles betätigt, damit der Ast abgeschnitten wird. Da sich Baumscheren wie jedes Schneidwerkzeug mit der Zeit abnutzen, sind sie regelmäßig zu säubern und zu schärfen.

Als nächst kleineres Gartengerät wird in der Regel die Rebschere verwendet.

Heckenschere

Eine Heckenschere ist ein Gartengerät und dient dazu, eine Hecke zu stutzen oder Gebüsch und feststängelige Pflanzen (Rosen u. ä.) zurückzuschneiden. Heckenscheren werden als Handheckenschere oder motorangetrieben (Benzin- oder Elektromotor) hergestellt. Motorisierte Heckenscheren haben nur wenig mit einer „gewöhnlichen“ Schere gemein. Sie besitzt ein 40 bis 70 cm langes Schwert, ähnlich einem beidseitig schneidenden Mähbalken, ähnlich auch dem Schwert eines Sägerochens. An einer feststehenden Leiste sind rechts und links jeweils eine Reihe feststehender Messer befestigt, deren Abstand (ca. 1,5-3,4 cm) dem maximal zu schneidenden Astdurchmesser entspricht. Darüber wird ein zweiter, ebenfalls mit Messern besetzter Balken hin und her bewegt, so dass die Messer dieses Balkens mit dem Feststehenden eine lange Reihe einzelner Scheren bilden. Hierdurch kürzen die Schneiden die Hecke sehr präzise.

Die Handheckenschere ist eine bis zu 60 cm lange Schere, wobei die Schneiden etwa 30 cm Länge aufweisen. Sie hat einen Zangengriff und die Schneide kann nach innen gebogen sein, meistens jedoch sind moderne Wellenschliffschneiden vorhanden. Durch die langen Griffe aus Holz (bzw. Rohre) entfaltet sich eine günstige Hebelwirkung und die Pflanzenteile lassen sich sauber und mit einem Zuschnitt durchtrennen. Um ein sicheres Schneiden zu gewährleisten, sollten die Schneideblätter regelmäßig geschliffen werden.

Schaufeln/ Kehrwerkzeug
Grünflächenwerkzeug

Rechen

Der Rechen, auch die Harke (im nördlichen Standardhochdeutsch sind Harke und Rechen unterschiedliche Gegenstände), ist ein Handwerkzeug mit einem etwa 2 m langen Stiel, einem quer dazu angesetzten Stab, dem „Holm“, und mehreren kurzen Fortsätzen, den „Zinken“. Er dient dazu, beispielsweise Laub, Grasschnitt oder Heu zusammenzusammeln.

Art und Bestand

Ein Rechen wird meistens aus Metall oder Holz gefertigt. Kunststoff kommt seltener zum Einsatz, da die Stabilität für die Anforderungen nicht groß genug ist. Schwere Rechen ganz aus Metall werden als Erdrechen bezeichnet und dienen dem Einebnen (Planieren) von lockerer Erde, Sand, Kies und Ähnlichem. Sie sind die Kleinausführung der Egge.

Die Stammform ist der Heurechen, der für die Heuernte (und den späteren Weitertransport) schon in der Römerzeit entwickelt wurde. Dieser Rechen entspricht physiologisch den gespreizten Fingern, die er in ihrem Funktionsumfang erweitert.

Oft fälschlicherweise als Rechen bezeichnet werden Federbesen. Diese auch Laubbesen, Laubrechen, Fächerbesen oder Fächerrechen genannte Konstruktion wird primär zum Zusammenkehren von Laub verwendet. Durch seine fächerartige, oft in der Breite verstellbare Konstruktion in Verbindung mit den nachfedernden Zinken wird es dem Nutzer ermöglicht, mit vergleichsweise viel Druck auf dem Boden zu arbeiten. Der Federbesen bleibt so gut wie nie stecken, da seine meist recht breiten Blechzinken in einem vergleichsweise flachen Winkel über den Boden gezogen werden.

Verwendung

Für die Bearbeitung von gepflegten Rasenflächen sind engzinkige Rechen aus Metall geeigneter, da sie auch kleine Bestandteile aufsammeln können und gleichzeitig den Rasen vertikutieren.
In dichten, verfilzten und verwucherten Flächen ist ein weitzinkiger Rechen aus Holz besser geeignet, weil dieser nicht so leicht „stecken bleibt“. So hat dieser Rechen durchaus auch noch heute seine Daseinsberechtigung, auch wenn er oft für ein Museumsstück gehalten wird.
Eine Sonderform war früher ein spezieller Ährenrechen mit besonders eng stehenden, dünnen Zinken.
Der Rechen ist wichtigstes Werkzeug zum Anlegen eines Kare-san-sui, einer Form des japanischen Gartens.

Präzisions-Gehrungssäge

Gehrungssäge

Eine Gehrungssäge ist eine Handsäge oder Säge zum Herstellen von Gehrungen.

Die Gehrungssäge wird von verschiedenen Handwerkern eingesetzt. Der Dachdecker nutzt die Gehrungssäge, um Bretter, der Installateur, um beispielsweise Kunststoffrohre im 45°-Winkel zu sägen.

Moderne elektrische Gehrungssägen besitzen die Möglichkeit, per Knopfdruck die Gehrung und somit den Winkel zu verändern. Häufig kommen aber auch mechanisch einstellbare Gehrungssägen zum Einsatz.

Rasentrimmer

 

Rasentrimmer

Der Trimmer ist im Grunde das Gleiche wie eine Motorsense (bzw. Freischneider), nur dass der Trimmer am Kopf statt einer Klinge einen Mähfaden aus Kunststoff (z. B. Nylon) hat. Der Mähfaden wird auf eine Spule (den Mähkopf) aufgewickelt und kann unterschiedliche Durchmesser haben. Viele Motorsensen sind auch auf Trimmer umrüstbar mit auswechselbarem Mähkopf.

Fadenköpfe

Fadenmähkopf „Autocut“ mit halbautomatischer Fadennachlieferung einer Motorsense

Mähfaden in Aktion
Die in einem Fadenkopf befestigten Fadenstücke oder auf einer Spule aufgerollten Fäden werden im Betrieb durch die Fliehkraft gespannt und schlagen die Grashalme ab. Sie haben den Vorteil, sich an Hindernisse (Steine, Mauern, Bäume) anzupassen; empfindliche Baumrinden oder Wände werden dadurch bei versehentlicher Berührung weniger stark geschädigt, man kann dicht bis an das Objekt heran mähen.

Die Fäden sind – im Gegensatz zu den Messerscheiben – sehr einfach zu ersetzen: ist das Ende des Fadens verschlissen, wird entweder ein neues Stück eingesetzt oder der Faden einfach weiter aus der im Fadenkopf befindlichen Spule herausgezogen. Bei vielen Motorsensen wird das Nachziehen des Fadens durch einen halbautomatischen Mechanismus erleichtert. Man klopft den Mähkopf auf den Boden und gibt dabei leicht Gas. Durch das Klopfen auf den Boden wird ein großer Knopf eingedrückt, der den Faden freigibt, so dass ein weiteres Stück des aufgespulten Fadens durch die Fliehkraft aus dem Kopf gezogen wird.

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